Geschichte Tabak

Amerika — die Wiege des Tabaks 

Die Wiege des Tabaks stand in Amerika. Für Europäer begann die Ära des Tabaks daher mit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus im Jahr 1492. Spanien war ein erstes europäisches Zentrum der Zigarrenherstellung. Sehr bald sollte die Zigarre ihren Siegeszug um die Welt antreten. 

Die Anfänge 

Als der Tabak in Europa noch unbekannt war, wurde er von den indigenen Völkern Amerikas bereits häufig genutzt; er wurde gekaut, geschnupft oder zu einem Saft verkocht. Tabakkonsum diente damals zumeist religiösen Zwecken oder wurde in der Heilkunst eingesetzt. 

Spanien — der Großexporteur 

Bereits im 16. Jahrhundert wurde ein Vorläufer der Zigarre in Spanien Mode: Sie stand dort — wie oftmals auch heute noch — für Macht und Einfluss. Richtige Zigarren stellten die Spanier erst im 18 Jahrhundert her. Sevilla wurde dabei zu einem Dreh- und Angelpunkt für den Handel mit Zigarren. Dort produzierte man ab 1717 Zigarren aus importiertem kubanischen Tabak. 1731 entstanden dann die „Königlichen Maufakturen von Sevilla“ als zentrale Produktionsstandorte. Händler aus den Niederlanden lieferten spanische Zigarren bis nach Russland. 

Kuba — Synonym für gute Zigarren 

Die erste offizielle Fabrik für Zigarrenproduktion in Havanna wurde erst im Jahre 1799 eröffnet. Offizielle Manufakturen gab es dort zuvor keine. Das neue Zentrum für Zigarrenhandel hieß dennoch sehr bald Havanna. Ab 1817 wurde das spanische Monopol im Zigarrenhandel aufgehoben und Havanna stieg endgültig zum bedeutenden Umschlagplatz für gute Zigarren auf. Aus der wachsenden Zigarrenindustrie entstand auf Kuba ein großer Teil der Arbeiterschaft des Inselstaates. Eine damals eingeführte Sitte war, den Zigarren rollenden Arbeitern bedeutende Texte vorzulesen, um sie während der Arbeit zu bilden. Die Texte stammten beispielsweise von Alexandre Dumas. 

Zigarren — in den USA 

Kubanische Zigarren gelangten im 18. Jahrhundert verstärkt in die nordamerikanischen Kolonien. Als erster Mensch soll sie der britische Offizier Israel Putnam 1762 aus Kuba in die Kolonien gebracht haben. Zuvor wurde Tabak dort meist in Pfeifen geraucht. Israel Putnam brachte neben Zigarren auch Tabak mit in die neuen Kolonien; aus dem Samen dieser Pflanzen wurden dort eigene Tabakpflanzen gewonnen und erste Zigarrenfabriken entstanden in Staaten wie Connecticut. 

Kurz vor 1900 gab es ungefähr 7500 Zigarrenfabriken in den USA. „Was dieses Land braucht, ist eine wirklich gute Fünf-Cent-Zigarre“ Dieser Ausspruch stammt aus dem Jahr 1920 vom damaligen Vizepräsidenten Thomas R. Marshall. Sein Wunsch schien Befehl zu sein: Schon bald konnten US-Amerikaner preiswerte Zigarren rauchen. Die Zigarre stieg endgültig zum Massenprodukt auf, ohne dabei völlig den Flair des Besonderen zu verlieren.

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